Am Donnerstag, 21.5.2026, luden wir die Eltern unserer Krippenkinder sowie auch unsere Mitarbeitenden zu einem informativen Referatsabend ein. Unter dem Titel „Zwischen Bilderbuch und Bildschirm“ gaben die Logopädinnen Anja Mlynek und Sabrina Disabato einen klaren, alltagsnahen Einblick in den Umgang mit digitalen Medien im frühen Kindesalter.
Anschaulich erklärten die Referentinnen, wie Kinder lernen und sich ihr Gehirn vernetzt: Durch Erleben, Wiederholen, Nachahmen – und vor allem durch echtes Spiel. Zu viel Bildschirmzeit kann diese Prozesse stören. Umso wichtiger sind Rituale und Begleitung. Konkrete Empfehlungen aus dem Abend:
- Begleiten statt verbieten: Medien gemeinsam nutzen, darüber sprechen und Inhalte im Spiel nacherleben.
- Bildschirmzeit sichtbar machen: mit einem Time Timer und bildlichen Darstellungen.
- Die „Zwei-Welten-Waage“ im Gleichgewicht halten: digitale Eindrücke mit realen Erfahrungen ausgleichen.
- Medienfreie Zeiten und Orte festlegen: am Esstisch, im Kinderzimmer, an der Bushaltestelle und im Schlafzimmer.
- Eigene Mediennutzung reflektieren: Wann und wo greifen wir als Erwachsene zum Gerät?
- Qualität vor Quantität: ausgewählte, sinnvolle Kinder-Apps und Sendungen statt Dauerbeschallung.
Besonders am Herzen lag den beiden die Bedeutung des freien Spiels – mit einfachen, „wertlosen“ Materialien, Naturfunden und viel Fantasie. Hier entstehen Sprache, Kreativität und Problemlösekompetenz ganz nebenbei.
Im Anschluss an das lebendige Referat tauschten wir beim feinen Apéro im Foyer Erfahrungen und Ideen aus. Wir danken Anja Mlynek und Sabrina Disabato herzlich für die praxisnahen Impulse – und allen Eltern und Mitarbeitenden für ihr Interesse. Gemeinsam schaffen wir Rahmenbedingungen, in denen Kinder zwischen Bilderbuch und Bildschirm gesund wachsen können.»



